Lösungen für fehlende Standards: POIs in Augmented-Reality Anwendungen

Das war das Thema eines erfolgreichen Tagesworkshops mit der Hochschule der Medien, der am Mittwoch, den 15. März 2017 beim Projektpartner Re’flekt GmbH in München stattfand.

Ziel war es, Bedingungen und Anforderungen für sogenannte „Point of Interest“ (POIs) zu definieren, die als Orte in 3D-Umgebungen oder an 3D-Objekten zu verstehen sind, welche für Nutzer eine Bedeutung haben könnten. POIs werden unter anderem in Augmented-Reality-Anwendungen wie Routenplanern, Navigationssystemen, Produktpräsentationen etc. eingesetzt.

Da keine einheitlichen und etablierten Standards zu POIs existieren, auf die bei der Entwicklung zurückgegriffen werden kann, ist die Erstellung einer POI-Language, also einer Sammlung von Entwurfsmustern für Probleme und Lösungen von großem Interesse.

Zu Beginn des Workshops stellte Re’flekt in den neuen Büroräumen des Unternehmens ausgewählte Fallstudien vor, die sich für die Entwicklung und Implementierung von POIs eignen. Die Live-Demonstration ermöglichte es, den Nutzungskontext der Software-Umgebung intensiv zu analysieren und zu verstehen sowie sich von bestehenden Lösungen inspirieren zu lassen.

Im nächsten Schritt wurden in einem freien Brainstorming mit offener Diskussionsrunde die Bedingungen und Anforderungen an POIs besprochen, aber auch Einschränkungen der Software-Umgebung erörtert. Re’flekt stellte dabei im Verlauf des Workshops verschiedene Experten und Entwickler der demonstrierten Software-Anwendungen zur Verfügung, sodass die programmiertechnische Umsetzbarkeit während der Erarbeitung von Umsetzungsideen stets im Blick behalten wurde.

Als wichtige Anforderungen, die ebenfalls in der Literatur mehrfach vorkommen, konnten unter anderem ermittelt werden:

  • Lösungen für verdeckte POIs zu finden, die z.B. außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen,
  • Lösungen für gruppierte POIs, um z.B. die Komplexität der Inhalte zu reduzieren und
  • Lösungen für die Fragestellung, ob POIs in 2D oder 3D dargestellt werden sollten.

Im Nachgang trugen alle Beteiligten die Ergebnisse und Erkenntnisse zusammen und die Hochschule der Medien begann mit der Ausarbeitung diverser Konzeptskizzen und potentiellen Gestaltungsrichtlinien für POIs.

12. April, 2017