Workshop zum Kompetenzerleben und zu intuitiver Nutzung

Stuttgart – Am 12.01.2016 trafen sich die Projektbeteiligten des Lehrstuhls für Psychologische Ergonomie der Universität Würzburg und der Information Experience and Design Research Group (IXD) der Hochschule der Medien (HdM) für einen Workshop in den Räumlichkeiten der Hochschule der Medien in Stuttgart.
Ziel dieses Treffens war ein gegenseitiger Austausch über die jeweiligen Schwerpunkte innerhalb des Projekts und wie diese Schwerpunkte in den geplanten Befragungen vor Ort abgefragt werden können.

Dazu führten beide Parteien zuerst in ihre Schwerpunktthemen ein, um alle Beteiligten auf einen gleichen Wissensstand zu bringen.
Die Universität Würzburg stellte dazu detailliert das Thema „Image Schemas“ sowie die Datenbank ISCAT vor, in der bereits diverse Image Schemas gesammelt wurden. In Image Schemas wird Alltagserfahrungswissen als abstrakte und multimodale Repräsentation beschrieben.
Ein Beispiel für ein Image Schema ist ein Behälter. Ein Behälter wird charakterisiert von einem Innen und einem Außen und einer Grenze zwischen ihnen. Nach dem Prinzip der Image Schemas wird so zum Beispiel eine Sanduhr beschrieben als zwei Behälter, die eine Verbindung haben und beide Behälter sind halb voll mit einer Substanz. Dabei stellen die hervorgehobenen Wörter alle Image Schemas dar.

Im Anschluss stellte auch die Hochschule der Medien ihre Arbeitsergebnisse vor, die in der Zeit seit dem Kickoff-Workshop entstanden sind. Zuerst fand eine allgemeine Einführung in das Thema „positive Erlebnisse bei der Arbeit“ statt, um anschließend in die Methode des Erlebnisinterviews einzuführen. Auf dieser Grundlage wurde dann die weiterentwickelte Befragungstechnik vorgestellt, deren Ziel es ist, positives Kompetenzerleben bei der Arbeit abzufragen. Dazu wurde die bereits vorhandene Valenzmethode in abgewandelter Form mit dem Erlebnisinterview verknüft und mit einem theoretischen Modell des Kompetenzerlebens untermauert.

Zum Abschluss wurde das weitere Vorgehen besprochen, welches bis zu den Besuchen bei den drei Industriepartnern durchgeführt werden muss. Dazu gehört unter anderem ein Austausch der notwendigen Materialien, um auf gleichem Niveau die Befragungen durchführen zu können.

18. Januar, 2016